28.
Okt.
 

 

Chaos in der 20-Millionenstadt

 

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Vor wenigen Tagen erreichte uns ein Brief von Sr. Stella, Leiterin unserer indischen Partnerorganisation, der Frauengemeinschaft „Society of the Helpers of Mary“.


MUMBAI „ Liebe Freunde, schwere Tage liegen hinter uns. Mumbai befand sich Ende August bis Anfang September im Ausnahmezustand. Auf die Stadt waren heftigste Monsunregenregen niedergegangen. Anfänglich wateten die Schulkinder noch durch die überspülten Straßen, aber irgendwann ging gar nichts mehr. Straßen hatten sich in reißende Flüsse verwandelt, Treppen in Wasserfälle, Brücken waren eingestürzt, Strommasten umgeknickt, Autos waren von den Fluten mitgerissen worden und Autofahrer in den Fluten ertrunken, der Eisenbahn- und Flugbetrieb musste für viele Tage eingestellt werden. Unweit unseres Zentrums in Andheri brach ein höher gelegenes, mehrstöckiges Haus zusammen, stürzte auf ein darunter stehendes Haus und begrub 70 Menschen. Darunter viele Kinder. In der 20 - Millionenstadt herrschte heilloses Chaos. Unser Krankenhaus in Andheri wurde ebenfalls unter Wasser gesetzt.

 

Wie immer waren die Armen in den Slums von dieser Katastrophe besonders schlimm betroffen. So stand der Slum in Malwani knietief unter Wasser und die Menschen in den erbärmlichen Hütten, vor allem Alte und Kinder, wussten nicht, wohin sie sich zurückziehen sollten. Sie mussten in ihren undichten Behausungen auf irgendwelchen Kisten ausharren.

So gut wir konnten, versorgten wir Familien, die es besonders hart getroffen hatte, mit Nahrungsmitteln und Medikamenten. Viele Kinder quartierten wir im oberen Raum unserer Slumschule ein. Im Erdgeschoss der kleinen Schule und im Nähzentrum, wo üblicherweise Hausaufgabenbetreuung und Nähunterricht stattfindet, stand das Wasser etwa 40 cm hoch. Die Kanalisation war heillos überfordert. Mit der braunen Brühe drang auch allerlei Ungeziefer in beide Häuser ein.

Jetzt, da die Regenzeit vorüber ist, gehen die Kinder wieder zur Schule und kommen auch wieder zur Hausaufgabenbetreuung. Im Nähzentrum hingegen kann bis auf Weiteres kein Unterricht stattfinden. Wir bekommen die feuchten Wände und Böden nicht trocken, in den Wänden und Decken haben sich Risse gebildet und Schimmel hat sich festgesetzt, alle Räume sind voll übler Gerüche. Das Gebäude ist gar einsturzgefährdet, die Fluten haben das Fundament unterspült..."

 

All die vergangenen Jahre hat unser Verein um Hilfe gebeten für Kinder, die unter den Folgen von Wassermangel litten.

Dieses Jahr bitten wir nun um Hilfe für Kinder aus dem Slum Malwani, denen die gewaltigen Wasserfluten 2017 stark zugesetzt haben.

Gebraucht werden vor allem Medikamente, Zusatznahrungsmittel, Schlafdecken, Hygieneartikel, Stifte, Hefte, Schultaschen,  usw. Der normale Schulalltag soll wieder einkehren.

Bitte, helfen Sie mit!

 

 

 

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