14.
Mai
 

 

 Aktueller Brief aus dem Slum Malwani in Mumbai

aktuell114

 

Liebe Freunde,


Wir hoffen , dass es Euch gut geht und Ihr gesund seid! Uns geht es hier gut. Danke für Eure Fürsorge für uns und unsere Menschen in Malwani.
Die Situation in Mumbai ist wegen Covid 19 nicht gut. Die Slumbewohner wurden in die Arbeitslosigkeit geschickt.
Was die Menschen auch immer bevorratet haben an Lebensmitteln, geht nun zur Neige.
Die Ausgangssperre in Indien wurde nun verlängert. Die Menschen dürfen ihre Häuser nur zu bestimmten Zeiten verlassen, um nötige Einkäufe zu erledigen.
Da sie nicht arbeiten können, haben sie kein Geld.
Außerdem gibt es keine Verkehrsmittel, um zur Arbeit zu kommen. Sie kämpfen ums Überleben. Der Hunger ist groß.
80% der Erwachsenen sind Tagelöhner. In Malwani haben wir auch Menschen, die an Covid 19 erkrankt sind.

 

14.
April
 

 

 "Stich auf Stich"

aktuell114

 

Intensivierte Nachbarschaftshilfe und Solidarität sind die positiven Kehrseiten der gegenwärtige Pandemie-Krise. Das gilt hierzulande wie auch für Einrichtungen unserer Partnerinnen.

Ältere Mädchen in unseren Mädchenheimen fertigen Gesichtsmasken an.

 

07.
April
 

 

Zu Corona-Zeiten: Frauen in Slums übernehmen wichtige Aufgaben

aktuell109

 

MUMBAI - ANDHERI Enge Gassen, verstopfte Abwasserrinnen, Hütten dicht an dicht, winzige Wohnflächen, keine Privatsphäre, nur wenige funktionierende Trinkwasserzapfsäulen und Sanitäranlagen für ein ganzes Quartier … Dazu Schulschließungen, Ausgehverbote, Verlust von Arbeitsplätzen, Lebensmittelknappheit, mangelhafte Gesundheitsversorgung... Alltag in den Slums von Mumbai

 

Wie soll da Hygiene funktionieren? Wie soziale Distanz?

 

Unsere Partnerinnen haben Hunderte Gesichtsmasken genäht und verteilen sie zusammen mit Lebensmittelvorräten an Frauen aus dem Slum. Die Regierung stellt kleine Mehl,- Reis,- und Ölrationen zur Verfügung.

 

Die Frauen werden über Hygiene- und Schutzvorschriften informiert. Sie haben den Auftrag, ihre Kenntnisse mit Familie und Nachbarn zu teilen.

 

In vielen Hilfszentren werden derzeit Gesichtsmasken genäht, Infos betr. Hygiene- und Schutzmaßnahmen weitergegeben und im Auftrag der Regierung Lebensmittel an Bedürftige verteilt. Auch größere Mädchen in den Heimen nähen Masken.

 

 

04.
April
 

 

Das Leben geht weiter!

aktuell109

 

Aus einem Schreiben der Ordensleitung

MUMBAI - ANDHERI  „Alle Heime und Institutionen unserer Organisation sind geschlossen. Unser kleines Krankenhaus in Andheri ist jedoch für ambulante Patienten und Geburtshilfe offen. Das ist möglich, da es vom übrigen Gelände abgeriegelt werden kann.

 

Chaos und Schmerz regieren zurzeit die Welt. Das Coronavirus nimmt so viele Menschenleben, Gott aber hört nicht auf, Leben zu geben. Die Schwestern und Ärzte in Andheri/ Shradda Vihar machen es möglich, dass neues Leben in diese Welt eintreten kann.


Medizinische Notfälle dürfen in Krankenhäusern mit Polizeibegleitung behandelt werden. Das trifft auch zu für unsere älteren Schwestern und die Bewohner, die in unseren Altenheimen leben. Einige brauchen regelmäßig Behandlungen, wie z.B. eine Dialyse. Ansonsten bleiben die Kinder, Schwestern und Heimbewohner in den Gebäuden. Zwischen den Bewohnern der verschiedenen Gebäude wird jeder Kontakt vermieden.
Die Mahlzeiten werden dezentral in den einzelnen Gebäuden zubereitet und eingenommen. Essensvorräte, wie Reis, Kartoffeln, Linsen, Bohnen und Zwiebeln wurden für 3 Wochen angelegt. Brot, Milch und Medikamente werden täglich geliefert und vor dem Tor abgegeben.
Unsere Mädchen HIV pos., die in Naya Jeevan leben, dürfen ebenfalls im Notfall mit polizeilicher Genehmigung nach Mumbai ins Krankenhaus transportiert werden. Im Kinderdorf ist frisches Gemüse aus eigenem Anbau erhältlich. Die Wasserprojekte der letzten Jahre, die durch “Wasser ist Leben“ finanziert wurden, machen das möglich…

 

Üblicherweise werden Mitte/Ende März die Abschlussarbeiten geschrieben, das Schuljahr endet Anfang April.
Danach gehen die Mädchen, so es möglich ist, für einige Tage zu Verwandten in die ´Ferien`.
 
Im laufenden Schuljahr 2019/20 haben die Abschlussarbeiten noch nicht stattgefunden.
Seit 4 Wochen sind alle Schulen des Landes geschlossen. Noch bereiten sich die Mädchen auf ihre Examen vor. Der Zeitpunkt, wann die Prüfungen stattfinden, wird frühstens am 14. April bekannt gegeben. Das neue Schuljahr startet üblicherweise Mitte Juni...".
 

 

17.
März
 

 

750 Meilen südöstlich von Mumbai

aktuell109

 

Besuch in Kinwat/ Bericht von Patricia Duncan-Hauff und Dr. Hans-Martin Hauff

 

GUNDELFINGEN "Am Freitag den 20.02.20 fuhren wir mit dem Nachtzug von Aurangabad nach Kinwat.

Sr. Shuba holte uns am Bahnhof ab und brachte uns mit einer Rikscha zum 30 Jahre alten Hilfszentrum. Auf dem Gelände befindet sich ein Kindergarten, der von den Sisters geleitet wird und in unmittelbarer Nachbarschaft eine Grundschule, die von Priestern vom Orden Francis de Sales unterhalten wird. Wir wurden von Sr. Shuba und Sr. Sonia und ihren Mitarbeiterinnen herzlich begrüßt.

Sr.Theresa befand sich zum Zeitpunkt unseres Besuches in ihrer Besinnungswoche (Retreat).

 

Wir erfuhren von Schwester Shuba, die seit 6 Jahren außerordentlich erfolgreich in Kinwat arbeitet, dass viele arme Menschen, vorwiegend Bauern mit unterschiedlichen Religionen, hier friedlich miteinander leben. Sie sind nicht gut ernährt und leiden oft unter Tuberkulose und Blutarmut. Theoretisch haben sie in größeren Städten freien Zugang zu kostenloser medizinischer Versorgung. In Wirklichkeit aber müssen medizinische Leistungen oft privat bezahlt werden und sind damit nicht erhältlich. Die Menschen auf dem Lande erhalten regelmäßig Besuch von ´Paramedics, ausgebildeten medizinischen Helferinnen, die für medizinische Behandlung, Pflege, Vorsorge und Ernährungsberatung zuständig sind und sehr gute Arbeit leisten.

 

16.
Feb.
 

 

„Was ist denn mit den Fahrrädern?“

aktuell109

 

GUNDELFINGEN „Strahlende Augen und freudiges Lachen sahen und hörten wird, als wir nach den Fahrrädern fragten“, so die Gundelfinger Gruppe, die am 16.Februar das Mädchendorf ´Naya Jivan` besuchte.

„Auf unsere Anfrage hin und nach kurzem Zunicken der Schwestern rannten die Mädchen los, holten die Räder und demonstrierten ihre Fahrkünste. Kreuz und quer ging es durchs Kinderdorf. Einige ganz Verwegene zeigten uns gar ein paar ´Kunststücke`. Anschließend gab es Fahrtraining für die Kleinen. Das sorgte für viel Spaß, denn bei dieser wackeligen Angelegenheit gab es viel zu lachen.

Wir sind überzeugt, dass beim nächsten Besuch nahezu alle Mädchen das Radfahren beherrschen werden!

Grüßen sollen wir alle Kinder der Johann-Peter-Hebel Schule!

Einige ganz schlaue Mädchen wussten, dass das Geld für die Fahrräder aus einem Fest an der Gundelfinger Grundschule stammte! Gemeint war das Schulfest 2019 mit Zirkus ´Hebelino`“.

 

So hat sich der beim Zirkus-Festival bewiesene Elan der Gundelfinger Grundschulkinder bis nach Indien fortgesetzt!

29.
Jan.
 

 

Stuttgarter Schüler besuchten ihr indisches Patenkind

aktuell109

 

Schüler der Möhringer Anne-Frank-Gemeinschaftsschule und zwei Lehrer, Lena Walter und Holger Viereck, waren im Januar bei ihrer Partnerschule, der Digambar Patkar Vidyalaya in Mum-bai/Indien,  zu Besuch. Insgesamt haben die Schüler in einem straffen Programm viel erlebt und wahrgenommen. Der unfassbare und stets laute Verkehr, das sehr scharfe Essen, die oft komplett fremden Familien und die warmen Temperaturen (es hatte oft 30 Grad) waren auch noch zu bewältigen.

 

Die Schüler haben  auch das Patenkind Shweta der SMV der Anne-Frank-Schule besucht. Das Mädchen lebt  in einem Kinderdorf in der Nähe Mumbais, zusammen mit über 100 Mädchen. Shweta (in rotem Pulli) hat eine schwerkranke und erblindete Mutter. Shwetas Schwester lebt auch im Mädchendorf.

Im Kinderdorf haben die Schüler Schulrucksäcke verschenkt und Bäumchen gegen Erosion, Luftverschmutzung und den Autobahnlärm gepflanzt.

Geleitet wird das Kinderdorf von einem katholischen Nonnenorden – den ´Helpers of Mary`.

 

Eine bewegende Aktion, die auch von Lesern von „Möhringen Aktuell“ finanziell unterstützt wurde.

 

26.
Jan.
 

 

Wir schauen nicht weg

 

Zum Welt - Lepra - Tag

aktuell108

 

Das Mädchenheim ´Naya Jivan´                                                                                                                         

100 Meilen nordöstlich von Mumbai wurde 1967 das Mädchenheim ´Naya Jivan` gegründet für Töchter lepröser Eltern. Der Name des Kinderdorfs klingt verheißungsvoll: ´Naya Jivan` – übersetzt ´Neues Leben`.
„Die Mädchen sollen ohne das Stigma dieser Krankheit, in frischer Landluft, mit ärztlicher Betreuung, Schul- und Berufsausbildungen aufwachsen können“, so die Gründerin des Mädchenheims.

 

Lepra im Mittelalter
Lepra war auch bei uns eine weit verbreitete und sehr gefürchtete Krankheit. Menschen, die an Lepra erkrankten, wurden erbarmungslos aus Städten und Dörfern verbannt und in Lepratürme eingesperrt. Beim Betteln mussten sie sich in Säcke einhüllen und sich durch Leprarasseln von weitem schon bemerkbar machen.