Viel bewegt in schweren Zeiten - die ´Indienhilfe Wasser ist Leben` schaut zurück


Die ´Helpers of Mary`, Partnerorganisation der Gundelfinger Indienhilfe, mussten angesichts der Corona-Pandemie alle Krankenstationen, Alten- und Mädchenheime, Slumschulen, Frauen-Ausbildungsstätten und Heimwerkstätten schließen. Die Gundelfinger ´Indienhilfe Wasser ist Leben` stand der Partnerorganisation bei Notversorgungen und langfristigen Maßnahmen zur Seite.      

 

Notversorgungen
Aus Gundelfinger Mitteln wurden mehrere Tausend Notfall-Pakete verteilt, darin Hygieneartikel, Lebensmittel und Stärkungsmittel für Kinder. Besonders bedacht wurden Familien in Slums und Ureinwohnersiedlungen.
aktuell139 Aus Gundelfinger Fördermitteln wurden auch Ziegen, Hühner und Schweine erworben, Handkarren angeschafft und Lebensmittelbuden eingerichtet.

 

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Fördermittel für Slumkinder

Im Slum Malwani, dem zweitgrößtem Slum von Mumbai, wurden Fördermittel eingesetzt für Schulmaterialien, Lehrergehälter und kleine Mahlzeiten.

„Ab Oktober 2021 durften wir die Förderschule im Slum Malwani wieder öffnen. Bis zu 220 Mädchen und Buben kommen täglich für Homeschooling und Hausaufgabenbetreuung. Zehn Lehrer*innen betreuen die Kinder in ihren Muttersprachen und in Englisch. An den Schulen gibt es noch immer keinen Präsenzunterricht. Mit den Schulschließungen fielen auch die Schulspeisungen weg, die oft einzigen warmen und nahrhaften Mahlzeiten für arme Kinder. Vor dem Nachhauseweg bekommen alle Kinder einen Snack“, Ordensleitung, Mitte Oktober.

 

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Perspektiven für Mädchen
„Ende März 2020 mussten wir alle Mädchenheime schließen. Ü
ber Versorgungslinien und bei medizinischen Notversorgungen hielten wir den Kontakt zu unseren Mädchen. Viele Mädchen klagten über Hunger, schwere Arbeit, mangelnden Zugang zu sauberem Wasser, ärztlicher Versorgung und Bildung. Jetzt dürfen die Mädchen wieder in unsere Heime zurückkehren", so die Ordensleitung im Herbst 2021.

 

Die Zeit der Abwesenheit der Mädchen wurde genutzt für Wartungs- und Sanierungsarbeiten und zur Einrichtung digitaler Arbeitsplätze", Sr. Priya im November. ´Wasser ist Leben`hat dabei geholfen. 

 

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Pateneltern sorgen für Unterhalt und Bildung,

die E.C.H.O.-Stiftung fördert Berufsausbildungen

 

 

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"Bildung sorgt langfristig für bessere Lebensbedingungen“, davon sind unsere Partnerinnen überzeugt.

 

Starthilfen für ärmste Frauen
Seit 2018 hilft´Wasser ist Leben` ärmsten Frauen auf dem Hochland von Dekkan und im hintersten Winkel Maharashtras bei der Ziegenhaltung. Angeleitet von unseren Partnerinnen haben sich die Ziegenhalterinnen zu ´Spargruppen` zusammengeschlossen, legen Ersparnisse aus dem Verkauf von Ziegenböcklein, Milch und Dung in sog. ´Mikro-Kredit-Banken` an und gewähren sich gegenseitig Kleinkredite zu geringen Zinssätzen. Kleinkredite werden aufgenommen für den Anbau von Agrarprodukten, zur Anschaffung einer Nähmaschine, zur Herstellung von Gewürzen, für Medikamente, Reparaturarbeiten am Haus, für Mitgiftzahlungen, die Bildung von Töchtern usw. Die Kontrolle über die Rückzahlungen übernehmen die Frauen selbst.

 

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„Wasser ist Leben“
Vierzehn Kleinbauern aus dem hintersten und dürrsten Winkel des Bundesstaates Maharashtra hatten 2018 Anträge an ´Wasser ist Leben` gestellt für den Bau von Brunnen. Den Anträgen wurde stattgegeben. Aufgrund technischer Probleme und angesichts der Corona-Pandemie konnten die Brunnen aber erst in diesem Frühjahr gegraben werden. Jetzt gab es mehrere Videos und Fotos von sprudelnden Quellen, überglücklichen Familien und auch von jenen fünf Frauen, die 2020 Mittel für die Sanierung ihrer Brunnen bekommen hatten.

 

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Noch mehr Erfreuliches
Fördermittel konnten auch bereit gestellt werden für
Berufsausbildungen und medizinische Versorgungen unserer Partnerinnen. Das Virus hatte auch ihre Reihen nicht verschont.

Die Kooperation mit der indischen Frauengemeinschaft ´Helpers of Mary` besteht nunmehr seit 26 Jahren. Man hat sich gegenseitig gut kennen gelernt, auf beiden Seiten besteht hohes Vertrauen.

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