Brunnen sorgen für mehr Frieden

 

Rund um Varansi betreuen Sr. Veena und zwei ihrer Mitschwestern aus der Frauengemeinschaft ´Helpers of Mary` 15 ´Musahar`- Gemeinschaften mit je 40-60 Familien. Das Land gehört dem Staat, die Regierung duldet die Familien auf dem Gelände. Probleme gab es von jeher mit der Wasserbeschaffung. An Dorfbrunnen dürfen ´Musahar`- Familien kein Wasser schöpfen. Das verbieten die Reinheitsgebote.


Die Gundelfinger ´Indienhilfe ´Wasser ist Leben` hat in fünf dieser Siedlungen einen Brunnen finanziert. Das Wasser kommt aus 60 m Tiefe. Fünf weitere Brunnen sollen bis zum Monsun folgen. „In den Siedlungen gab es häufig Kämpfe ums Wasser. Die Frauen mussten weite, gefahrenvolle Wege zurücklegen und zu heißen Zeiten führten die Brunnen gar kein Wasser“, so Sr. Veena.

 

„Mit den neuen Brunnen funktionieren Körperpflege, Kleiderwäsche, die Reinigung der Hütten und der Umgebung schon besser. Und jetzt, da alle Familien mit Wasser gesegnet sind, ist auch mehr Frieden in den Siedlungen eingekehrt. Ein paar Familien haben mit Gemüseanbau begonnen“, Sr. Veena.

 

Die meisten Familien leben vom Müllsammeln und von Tagelohnarbeiten in der Landwirtschaft.

„Derzeit steigen die Temperaturen bis auf 48 Grad Celsius und die Felder können nicht bestellt werden. Die Menschen leiden sehr unter dieser gegenwärtigen Hitze. Diese Umstände brachten zusätzliche Qual in ihre ohnehin erbärmliche Situation“.

Unter den vielen tausend Kasten und Unterkasten Indiens rangieren ´Musahar`-Familien am untersten Ende.

Sie sind danach benannt, was sie essen. ´Musahar` wird übersetzt mit ´Rattenesser`. Sie essen Ratten, die die Männer in Gehöften reicher Landbesitzer fangen und zum Lohn nach Hause tragen.

„Andere Fleischmahlzeiten können sich die Familien nicht leisten. Auf dem Speiseplan stehen auch Schlachtabfälle, die auf Märkten erbettelt werden. Gegessen wird, um den Magen zu füllen. Viele Menschen leiden an Hautkrankheiten, Gelbsucht, Tuberkulose, Parasiten und Würmern. Die meisten Kinder sind unterernährt und krank und viele Kinder sterben in jungen Jahren“, Sr. Veena, Leiterin der Nord-Provinz der ´Helpers of Mary`.


Auf dem Foto sehen Sie Menschen auf trockenen und öden Feldern.

 

Für jede Hilfe sind wir sehr dankbar!

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